Das Gesundheitswesen im Jahr 2015
Eine nicht ganz unrealistische Prognose


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Die aktuellen Sparmaßnahmen der Krankenkassen und der Krankenversicherungen waren erfolgreich. Der Beitragssatz konnte auf unter 55% gesenkt werden. Allerdings mit deutlich sichtbaren Auswirkungen auf Zustand und Leistungsfähigkeit der stationären Behandlung. Medikamente können nur noch "just in time" geliefert werden. Medikamentenbevorratung ist leider nicht mehr möglich. Und kommt es zum Stau auf den Transportwegen, sind die Medikamentenschränke auch im OP-Trakt häufig leer. Das verbliebene Personal in den Krankenhäusern arbeitet aber weiter freundlich und engagiert. So gehört die regelmäßige Lüftung der Geriatriestation weiterhin zu den von den Kassen in voller Höhe übernommenen Leistungen.
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Die räumliche Situation in den Krankenhäusern hat sich durch die flexiblen Steuerungsmöglichkeiten auf der Basis der DRGs (Diagnose bezogene Kostengruppen) deutlich verbessert. So kann die Zimmergröße in den Patientenzimmern der voraussichtlichen Verweildauer auf der Basis der Aufnahmeanamnese detailliert angepasst werden. Die Zimmergröße reicht von "angemessen" (so genannte "Stehzimmer")...
...bis hin zu riesigen Patientenzimmern mit doppelten Badewannen und lichtdurchfluteten, modernen Aufenthaltsbereichen bei längeren Erkrankungen.
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Allerdings musste an der Einrichtung gespart werden, weil diese Kosten nicht über die DRGs abrechenbar sind. Neuartige "Kurzbetten" werden in vielen Krankenhäusern mit großem wirtschaftlichen Erfolg eingesetzt.
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Die Qualität der Visite leidet nur geringfügig durch die aktuellen Sparmaßnahmen. Dies alles konnte durch eine erfolgreiche Optimierung der Serviceabläufe und eine Neudefinition des Personalbedarfs unterstützt durch begleitende Organisationsuntersuchungen erreicht werden. So erkundigt sich die Ärztin während der Visite nur noch an der Tür des Patientenzimmers nach dem Gesundheitszustand der Patienten. Zeitaufwändige Patientengespräche und Hygienemaßnahmen können dadurch entfallen. Die eingesparte Zeit kommt bei der rechnerischen Betrachtung der Leistungsfähigkeit des medizinischen Personals zu Gute. Die so genannte "Patientenquote" bei der Visite (Anzahl der betreuten Patienten je Ärztin/Arzt) konnte sich allein durch diese Maßnahmen mehr als verdreifachen!
Die überaus positive Entwicklung des Krankenhausfinanzierungssystems hat auch erfreuliche Auswirkungen auf die Nachwuchssituation in der Ärzteschaft. So hat sich bereits eine Studentin für das wieder eingeführte Medizinstudium zum Sommersemester 2015 eingeschrieben.
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Die materiellen Ressourcen für die Studierenden sollen sich nach Zusagen des Gesundheitsministerium spätestens in zwei Jahren grundlegend verbessern. So sollen mehr Reinigungskräfte (externe Dienstleister mit leistungsorientierten Verdienstmöglichkeiten) unter Vertrag genommen werden. Zudem sollen die Studiengebühren nach Zusagen des zuständigen Staatssekretärs um 50% auf insgesamt 12.000,-- € / Semester gesenkt werden.
Die eventuell notwendige Durchführung von Schönheitsreparaturen im Studentenwohnheim sind nach Angaben des Ministerium in Berlin bereits vollständig finanziert. Durch die freiwillige Verpflichtung der Vorstände der Krankenkassen, den Eigenbedarf an potenzsteigernden Mitteln und Urlaubsreisen der Familien über einen 5% Eigenkostenanteil ab dem Jahr 2017 mit zu finanzieren und durch Spendenaufrufe an die Bevölkerung, sollen die erforderlichen 15.000,-- € bereits in fünf Jahren bereit stehen.

In der Hoffnung, dass alles nicht so kommt...