Geschlossene Gesellschaft
Oder: Zutritt nur mit Presseausweis?
Hat man ein Hobby, vergleicht man "seine Ergebnisse" gerne mit denen der Profis. Der Fotograf hat es hier leicht. Professionelle, aktionsgeladene, skurrile oder emotionale Bilder springen dem aufmerksamen Beobachter heutzutage aus allen Medien ins Auge und machen einen Vergleich leicht. Aber wer entscheidet darüber, ob ein Bild "gut" ist oder ob ein Bild veröffentlicht wird?
Eine Bestätigung der Arbeit eines Fotografen kann die Veröffentlichung seiner Bilder in den Medien sein. Ob und welche Bilder für eine Veröffentlichung ausgewählt werden, hängt auch, neben dem eigentlichen Bildergebnis, vom Zugang und den Verbindungen des Fotografen zu den Medienmachern und Redakteuren ab. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob die Fotos in einer Tageszeitung, einem Fachmagazin, einem Programmheft oder auf der Internetseite eines Sportlers oder eines Vereins erscheinen sollen.
Oder: Zutritt nur mit Presseausweis?
Hat man ein Hobby, vergleicht man "seine Ergebnisse" gerne mit denen der Profis. Der Fotograf hat es hier leicht. Professionelle, aktionsgeladene, skurrile oder emotionale Bilder springen dem aufmerksamen Beobachter heutzutage aus allen Medien ins Auge und machen einen Vergleich leicht. Aber wer entscheidet darüber, ob ein Bild "gut" ist oder ob ein Bild veröffentlicht wird?
Eine Bestätigung der Arbeit eines Fotografen kann die Veröffentlichung seiner Bilder in den Medien sein. Ob und welche Bilder für eine Veröffentlichung ausgewählt werden, hängt auch, neben dem eigentlichen Bildergebnis, vom Zugang und den Verbindungen des Fotografen zu den Medienmachern und Redakteuren ab. Dabei ist es zunächst unerheblich, ob die Fotos in einer Tageszeitung, einem Fachmagazin, einem Programmheft oder auf der Internetseite eines Sportlers oder eines Vereins erscheinen sollen.

In diesem Bereich hat der Profi einen klaren Vorteil: Er kann auf angestammte, berufsorientierte Netzwerke oder Beziehungen zurückgreifen, die für den Amateur, trotz vielleicht gleich guter Bildergebnisse, nicht so leicht erreichbar sind. Der Amateur muss in diesem Bereich sehr viel Arbeit investieren, um bei diesem ersten entscheidenden Punkt "mithalten" zu können. Echte "Beziehungsnetzwerke" entstehen nicht durch einen "Mausklick".
Unentschieden bei der Wahl der "Waffen"
Mit einem Verständnis für Funktion und Einsatzmöglichkeiten moderner Technologien ist es heute auch für den "Hobbyfotografen" möglich, die Handwerkszeuge eines Profis anzuwenden. Drahtlose Bildübertragung auf den Laptop am Flächen- oder Spielfeldrand, leistungsfähige und mobile Bildbearbeitung, schneller Versand ausgewählter Fotos an Redaktionen oder unmittelbare Bereitstellung der Bilder auf einer Internetplatform sind Funktionen des fotografischen Workflows, die nicht mehr nur Profis zur Verfügung stehen. Dazu kommt die Möglichkeit zur sofortigen Bildbetrachtung - unmittelbar nach dem Druck auf den Auslöser - die einen steilen Verlauf der Lernkurve ermöglicht.

Gegenüber dem "hauptberuflich tätigen Fotografen" ein riesiger Vorteil: Der Amateur muss seine "Brötchen" nicht von den Erlösen der Bilder bezahlen. Auf die Qualität der Ergebnisse hat dieser "kleine Unterschied" keine direkten Auswirkungen. Allerdings möglicherweise auf die Kalkulation und Preisgestaltung. Dies bedeutet für den Amateur: "Fair bleiben - Dumping meiden". Eine Orientierung an einschlägigen Preislisten für Bildveröffentlichungen, wie z.B. der MFM-Liste sollte selbstverständlich sein. Zumal auch der engagierte Amateur, wenn er seine Fotos verkauft, Beiträge an Berufsgenossenschaft und Finanzamt abführen muss.
Sieg durch Presseausweis?
Der Presseausweis ist eine wesentliche Komponente, mit der versucht wird, den hauptberuflich arbeitenden Kollegen die "besten Fotoplätze" zu sichern. Darüber hinaus hat er, zumindestens bei großen Veranstaltungen, eine "ordnungspolitische Komponente". Der Veranstalter hat eine "höhere Sicherheit", dass er nicht den wilden Amateur "zu Gast" hat. Da es den herausgebenden Verbänden leider nicht gelungen ist, sich einvernehmlich auf Regelungen für die Ausgabe des Presseausweises zu verständigen, hat das Innenministerium den Presseausweisen die bisherige "staatliche Unterstützung" entzogen. Viele Veranstalter verzichten ohnehin bei der Akkreditierung von Fotografen auf die Vorlage eines Presseausweises abgesehen von den "TOP-Events" wie z.B. Fußballbundesliga oder Formel 1. Wichtig ist viel mehr eine nachweisbare Reputation, beispielsweise durch die Vorlage von qualifizierten Arbeitsproben und -eigentlich noch viel wichtiger- die direkte Kommunikation mit den Veranstaltern, vielleicht auch verbunden mit einigen "Bildangeboten".

Es bleibt beim Unentschieden! Der Amateur kann sich direkt mit dem Profi messen und hat dabei den Vorteil, weitgehend "ohne Ergebnisdruck" fotografieren zu können. Und die technische Entwicklung sorgt für einen Gleichstand bei den Werkzeugen. Allerdings besteht auch kein Grund dafür, dass Berufsfotografen über die (teilweise) ungeliebten Mitbewerber klagen.
Eine vergleichbare Entwicklung, bei der das Leistungsniveau von "Professionals" durch die technische Fortentwicklung zunehmend auch von "Amateuren" erreicht oder überboten wurde, gab es auch schon im Bereich der Datenverarbeitung: Früher trugen die Bediener von Computern weiße Kittel und die, die "rechnen lassen wollten", mussten einen Antrag stellen. Heute steht an jedem Arbeitsplatz mehr Rechenleistung zur Verfügung, als die Anfang der '80 Jahre eingesetzte Computerleistung eines Großkonzerns betrug. Hat sich über diese Veränderung jemals ein "Computeranwender" ernsthaft aufgeregt (oder hätte es ihm etwas genutzt)?
Die besseren Bilder, die "intelligenteste Strategie" und der Spaß bei der Fotografie werden gewinnen!















